In den letzten Monaten waren viele Menschen zwangsläufig mehr Zuhause und unsere Hunde in der Folge sehr wenig alleine Zuhause. Auch unsere Hunde gewöhnen sich natürlich an die veränderten Lebensumstände, wenn Frauchen oder Herrchen plötzlich im Homeoffice arbeiten. Doch was passiert, wenn sich die Situation nach Corona und damit verbundene Ausgangsbeschränkungen wieder verändert und dein Hund dann wieder mehr alleine Zuhause bleiben muss? Kann man dem Hund zumuten, dass sich für ihn die Situation von heute auf morgen wieder verändert, oder sollte man eine Phase der Umgewöhnung einplanen?

Unsere Hunde sind Gewohnheitstiere

Deshalb ist es unserer Meinung nach sehr wichtig, dass du deinen Hund langsam auch wieder darauf vorbereitest, dass du nicht mehr 24/7 bei ihm bist. Es gilt also, deinen Hund vorrausschauend wieder darauf vorzubereiten, länger alleine zu bleiben. Das Alleine bleiben sollte also wieder beübt werden. Und das am besten möglichst kleinschrittig.

So trainierst du das alleine Bleiben schrittweise

Unsere Hunde sind am Liebsten mit ihrem Rudel zusammen. Mit entsprechendem Training können viele Hunde auch ein paar Stunden alleine bleiben. Doch besonders nach einer doch recht langen Phase, in der dein Hund wenn nur für sehr kurze Momente ohne dich war, solltest du das alleine bleiben wieder schrittweise aufbauen.

Geht alles abrupt für deinen Hund, kann das bei deinem Hund zu Trennungsängsten und Verhaltensproblemen führen.

Im Idealfall trainierst du das alleine Bleiben wieder, wie du es mit einem Junghund trainierst. Das bedeutet, dass du deinen Vierbeiner zunächst für ganz kurze Sequenzen alleine läßt und die Situation dann wieder auflöst. Diese Sequenzen kannst du dann Schritt für Schritt verlängern.

Um zu sehen, wie es deinem Hund geht, wenn er alleine ist, kannst du beispielsweise auch eine Kamera installieren. So siehst du direkt, ob er sich ruhig hinlegt und alleine gut und wohl fühlt, oder ob er durch die ungewohnte Situation gestresst ist.

Rückzugsmöglichkeiten auch wenn man eng beieinander ist

Auch während der Zeit in der wir aufgrund größtenteils Zuhause sind und möglicherweise auch aus dem Homeoffice arbeiten, sollten wir uns nicht dazu verleiten lassen, dass wir unseren Hund mit zuviel gut gemeinter Aufmerksamkeit überschütten. Es liegt nahe, denn wir genießen die Anwesenheit unserer Hunde, doch auch unsere Hunde brauchen ihre Ruhe. Ständiges Ansprechen, Kraulen und Spielen etc. kann auch schnell zu Stress führen. Gebe deinem Hund die Möglichkeit auch für sich zu sein und sich zurückzuziehen.
Habe Verständnis für deinen Hund und handele vorausschauend
Wenn du absehen kannst, dass sich deine berufliche Situation wieder verändert und dein Hund wieder mehr alleine bleiben muss, baue dies wieder möglichst kleinschrittig auf. Zusätzlich solltest du deinem Hund auch in der Zeit, in der ihr beieinander seid, die Möglichkeit geben, auch für sich zu sein und immer mal wieder das Zimmer zu verlassen.



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